Energiesparend kochen mit Induktionsherd

Gepostet auf 15. November 2009 by Team kochen-lernen.net

Ein Induktionsherd verspricht durch seine Funktionsweise ein besonders energiesparendes Kochen. Doch als Koch muss man sich auf die Besonderheiten der Induktionskochplatte einstellen. Im Vergleich zu einem normalen Elektroherd reagiert ein Induktionsherd ein wenig anders auf die Einstellungen der Temperaturen.

Der wichtigste Funktionsunterschied ist, dass eine Induktionskochplatte nicht einfach erhitzt wird. Im Gegenteil, der Induktionsherd selbst bleibt kalt. Es wird lediglich ein magnetisches Feld aufgebaut. Dieses Feld ist so aufgebaut, dass die Induktionstöpfe direkt erhitzt werden, von innen heraus. Statt das Kochgeschirr also durch die erhitzte Herdplatte langsam von unten zu erwärmen, kann nun der Topf selbst zur Hitzequelle werden.

Schafft man sich einen neuen Induktionsherd an, muss man darauf achten, dass das Kochgeschirr auch für diese Herdart geeignet ist. Das Material der Induktionstöpfe muss magnetisch sein, damit das Magnetfeld der Induktionskochplatte wirken kann. Hochwertige Metalltöpfe erfüllen dieses Kriterium meist.

Wenn man sich nicht sicher ist, kann man mit einem einfachen Kühlschrankmagneten testen, ob das Kochgeschirr geeignet ist. Bleibt der Magnet am Topfboden haften, ist das Material magnetisch und kann auf der Induktionskochplatte genutzt werden. Oftmals müssen keine speziellen Induktionstöpfe gekauft werden, weil normales Kochgeschirr die Kriterien bereits erfüllt.

Sollten sich Ihre Töpfe für das Kochen mit einem Induktionsherd dennoch als ungeeignet erweisen, empfiehlt es sich, gleich ein komplettes Kochtopfset anzuschaffen.

Beim Kochen selbst ist zu beachten, dass die Induktionstöpfe eine andere Hitze entwickeln. Das Kochverhalten ähnelt sehr dem Gasherd. Die Temperatur des Topfes liegt sehr schnell bei der gewünschten Kochtemperatur. Das Gargut wird also vergleichsweise schnell erhitzt.

Schaltet man die Platte des Induktionsherds aus, verbleibt keine Restwärme. Kochendes Wasser hört zum Beispiel sofort auf zu sprudeln. Dies ist etwa sehr hilfreich beim Kochen von Nudeln. Statt den schwappenden Topf von der Induktionskochplatte zu ziehen, kann man einfach die Hitze reduzieren, um ein Überkochen zu verhindern.