Glutenfrei kochen: Tipps für Küche und Einkauf

Gepostet auf 4. Juni 2012 by Team kochen-lernen.net

Es wird angenommen, dass alleine in Deutschland etwa 400.000 Menschen an einer Unverträglichkeit gegen Gluten leiden. Bei Gluten – auch genannt Klebereiweiß – handelt es sich um Eiweißverbindungen, die in verschiedenen Getreidesorten enthalten sind. Diese Eiweißverbindungen sorgen dafür, dass sich aus Getreidemehl und Wasser ein Teig mit elastischer Konsistenz kneten lässt.

Darüber hinaus hat Gluten noch viele weitere positive Eigenschaften in der Lebensmittelproduktion. Da Gluten-haltige Produkte nicht immer ausreichend gekennzeichnet sind, müssen Menschen, die auf Grund einer Unverträglichkeit glutenfrei kochen müssen, besonders aufpassen.

Gluten nicht nur in Getreideprodukte

Wer glutenfrei kochen muss, sollte auf die Getreidesorten

  • Dinkel,
  • Gerste,
  • Grünkern,
  • Hafer,
  • Roggen und
  • Weizen

verzichten.

Auch Produkte, die nur Teile aus diesen Getreidesorten beinhalten, eigenen sich nicht zum glutenfrei Kochen. Da sich Gluten durch einfaches Auswaschen isolieren lässt, können die aromatragenden, emulgierenden, stabilisierenden, bindenden und gelierenden Funktionen dieses Klebereiweißes in vielen anderen Lebensmitteln eingesetzt werden.

Wurst und Käsezubereitungen sind davon genauso betroffen wie

  • Kartoffelprodukte,
  • Speiseeis,
  • Schokolade oder gar
  • Ketchup und
  • Senf.

Besonders oft wird Gluten aber in Fertigprodukten verarbeitet. Eine Liste mit Produkten, die Gluten enthalten können, liefert die Deutsche Zöliakie Gesellschaft.

Symptome der Gluten-Unverträglichkeit

Bei Menschen, die an einer Unverträglichkeit oder Zöliakie leiden, verursachen glutenhaltige Lebensmittel chronische Entzündungen im Dünndarm. Die Symptome sind oft Durchfall, Erbrechen und Blähungen. Eine Studie der Charité geht davon aus, dass bis zu 20 % der Reizdarmpatienten in Wirklichkeit an einer Gluten-Unverträglichkeit leiden. Bei Kindern und Jugendlichen kommt es auch zu Wachstumsstörungen. Betroffene bzw. Eltern müssen also glutenfrei kochen.

Auf glutenfreies Getreide und Kennzeichnung achten

Glücklicherweise gibt es Alternativen zu Glutennahrung. Mit verschiedenen Getreidesorten wie

  • Buchweizen,
  • Reis und
  • Mais

kann man immer glutenfrei kochen. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass Mehl aus diesen Sorten nicht aus einer Mühle kommt, in der auch glutenhaltiges Getreide verarbeitet wird.

Zur Herstellung von Mehl zum glutenfrei Kochen ist es am besten, ganze Körner zu kaufen und sie in einer kleinen Getreidemühle selber zu mahlen. Passende Mühlen finden sich in jeder Ladenzeile. Ansonsten ist es notwendig beim Einkauf von verarbeiteten Lebensmitteln und Fertigprodukten, darauf zu achten, dass sie ausdrücklich als “glutenfrei” gekennzeichnet sind.

Schreiben Sie das erste Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>