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Geschichten rund um den Kaffee

Gepostet auf 2. Mai 2012 by Team kochen-lernen.net

Mit seiner “Kaffeekantate” setzte Johann Sebastian Bach im Jahre 1734 eine humorig-musikalische Duftnote auf der Deutschen liebstes Getränk. Sein Komponistenkollege Ludwig van Beethoven kannte das Geheimnis für guten Mokka: Er zählte 60 Kaffeebohnen auf den Tisch. Als Liebhaber des “schwarzen Goldes” galt der Literat Honoré de Balzac, der sich für zwölfstündige Arbeitstage mit viel starkem Kaffee “aufmöbelte”.

Johann Wolfgang von Goethe, der deutsche Klassiker aus Weimar, entwickelte die Idee, Kaffeebohnen zu destillieren. Der deutsche Chemiker Runge setzte die Idee des Dichterfürsten in die Tat um und entdeckte den Wirkstoff Koffein.

Wiege des Kaffees: Kaffa

Wie ernüchternd nimmt es sich dagegen aus, wenn man konstatiert, dass Kaffeebohnen aus den Steinfrüchten der Kaffeepflanzen “Coffea Arabica” und “Canephora” gewonnen und in 50 Ländern angebaut werden.

Einem Zufallsereignis aus dem Königreich Kaffa (Äthiopien) wird die Entdeckung des Kaffees zugeschrieben. Ziegen – erzählt die Legende – sollen dort von einem weiß blühenden Strauch mit bunten Früchten gefressen und nach diesem Genuss in der Nacht herumgetollt haben. Dies rief Mönche eines Klosters auf den Plan, die aus den Früchten einen Sud bereiteten, der stimulierte und wach hielt.

Mit Kaffee genießen hat die folgende Geschichte noch nichts zu tun: Ein Hirte soll die kirschartige Frucht angewidert ins Lagerfeuer gespuckt haben, woraufhin sich der betörende Röstduft der Kaffeebohne entfaltete.

Kaffee genießen in Deutschland

Über die persischen und osmanischen Kaiserreiche – Kaffee genießen konnte man ab 1511 in Mekka – gelangten der Kaffee um 1645 nach

  • Venedig,
  • Oxford und
  • London.

Etwa zeitgleich landete die Bohne 1685 im Wiener Kaffeehaus und im “Procope”, dem ersten Pariser Café.

In Bremen wurde Kaffee ab 1673 aufgebrüht und 1668 konnte man in

  • Hamburg,
  • Regensburg und
  • Leipzig

Kaffee genießen.

Ob

  • Milchkaffee,
  • türkischer Mokka,
  • der Wiener “Einspänner-Mokka” im Henkelglas mit Schlagsahne oder
  • der Luzerner “Kafi Luz” mit Zwetschgenwasser,

sie alle greifen auf die gleiche Basissubstanz zurück, nämlich gerösteten, mehr oder weniger fein gemahlenen Bohnenkaffee.

Auch die regionale Süßspeisen-Kultur begleitet die Kaffeekultur. Klassiker sind

  • die herbsüße Sacher Herrentorte mit Marille,
  • die Schwarzwälder Kirschsahnetorte mit geraspelter Schokolade und
  • der Frankfurter Kranz,

während aus dem elsässischen Straßburg die bunte Vielfalt der “Petit Fours” auf unsere Kuchenteller gelangt.

Wer sich für die Kaffeerösterei interessiert, kann zum Beispiel bei Cellini in Genua einen Blick auf die Geheimnisse der Weiterverarbeitung der Kaffeebohnen werfen.

Weiterführende Informationen

Deutscher Kaffeeverband

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