Thailändisch kochen ist vor allem eins: scharf!

Gepostet auf 14. November 2009 by Team kochen-lernen.net

Kleine rote und grüne Chilischoten, Knoblauch und verschiedene Gewürze sind die Grundlage der meisten Mahlzeiten in Thailand. Schon beim Zubereiten dieser Zutaten in einem Wok, entstehen Gerüche, die einem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen. Erst, wenn die Grundlage geschaffen ist, kommen die anderen Zutaten, wie Fleisch, Fisch, Nudeln und Gemüse hinzu und werden geschmort.

Das ist die Grundtechnik, wenn Sie thailändisch kochen. Im Laufe der Jahre kamen eine ganze Reihe neuer Produkte in der thailändischen Kochkultur zur Anwendung. Einige Zutaten wurden im Laufe der Zeit wieder durch einheimische Produkte ersetzt. So wird beim thailändisch kochen in Rezepten beispielsweise Kokosöl statt Butterfett eingesetzt und Zitronengras und einheimische Gewürzmischungen ersetzen andere Gewürze.

Hier das Rezept für Vindaloo-Curry:

1 EL Koriander Gewürz

1 EL Nelken

1 EL Kümmel

1 EL Zimt

1 EL Anis Gewürz

1 EL Pfeffer

5 EL Weißweinessig

800 g Schweinefleisch

2 EL Butterschmalz

4 Stk. Knoblauchzehen

1 Stk. Gemüsezwiebel frisch

1 Stk. Ingwer gehackt

1 EL Tomatenmark

2 EL Tomatenketchup

1 EL Chilisoße (Sambal Oelek)

Salz

2 Stk. Lorbeerblatt Gewürz

So bereiten Sie das Ganze zu:

Zunächst verrühren Sie alle Gewürze mit dem Weissweinessig in einer Schüssel. Schneiden Sie das vom Fett befreite Fleisch in kleine Stücke und geben diese in die Gewürzmarinade (Vindaloo). Erhitzen Sie nun das Butterschmalz im Topf und braten Sie das Fleisch portionsweise braun an.

Nun schälen Sie den Knoblauch und die Zwiebeln, hacken das Ganze fein, geben es mit dem Ingwer zum Fleisch und dünsten es kurz mit. Giessen Sie nun die Gemüsebrühe ab und rühren Tomatenmark, Sambal Oelek und eine Prise Salz unter. Geben Sie zur Verfeinerung Lohrbeerblätter dazu.

Nun noch alles bei kleiner Hitze zugedeckt schmoren lassen und danach mit Salz abschmecken. Zu Vindaloo-Curry wird natürlich Reis serviert (wie fast immer beim thailändischen Kochen).

Die Regionalen Küchen

Thailändisch kochen lässt sich in fünf Regionalküchen einteilen, die sich mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden und jeweils eigene typische Gerichte und Rezepte haben.

Nordthailand:

Spezialitäten sind hier verschiedene Chili-Pasten, die zu blanchiertem Gemüse gereicht werden, getrocknete rote Chilischoten und Hackfleisch in einer würzigen Tomatensauce, flache Eiernudeln in einer stark gewürzten Soße, gekrönt mit kross ausgebackene Nudeln, dazu sauer eingelegten Kohl, Schalotten-Scheibchen und Limonen.

Zentralthailand:

Typisch für die zentralthailändische Küche ist Klebreis mit Kokosmilch, der in kurzen Bambusrohren gedämpft wird. Suppen sind ebenfalls sehr beliebt wie zum Beispiel die Tom Yam, eine scharf-saure Garnelen-Suppe und Tom Kha Kai, eine Hühnersuppe mit Kokosmilch.

Ebenfalls gern gegessen werden sogenannte Yam-Salate. Dies sind scharf-saure Salate, die

  • Limonensaft,
  • Chilis und
  • frische Kräuter

enthalten, dazu Meeresfrüchte oder Gemüse, gebratenes Rind- oder Schweinefleisch.

Nordostthailand:

Eine Spezialität in Nordostthailand ist zum Beispiel Salat, der aus gehacktem Schwein, Huhn oder Fisch besteht, der mit

  • Limonensaft,
  • Fischsauce,
  • Chili,
  • frischen Minze-Blättern

und mit Khao-Khua-Pon, ungekochtem, geröstetem und zerstoßenem Reis serviert wird.

Südthailand:

Sehr populär sind hier Gerichte nach dem Vorbild indischer Curries, wie zum Beispiel das Kaeng Masaman. Dieses Gericht ist in vielen kleinen Restaurants zu einer der Lieblingsspeisen geworden. Es kann − je nach Menge der zugegebenen Chili − von mild bis feurig scharf zubereitet werden.

Bangkok:

In Bangkok gibt es Restaurants für praktisch jeden Geschmack. Alle wichtigen europäischen, nah- und fernöstlichen Geschmacksrichtungen sind in den Feinschmecker-Restaurants der Hauptstadt vertreten.

Weitere Rezepte für das thailändische Kochen und Thai-Kochkurse finden Sie hier:

  • rezepte-nachkochen.de
  • leckerbissen.de
  • thailand.hotel-club.net

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