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Was sind typische Dickmacher?

Gepostet auf 17. Mai 2012 by Team kochen-lernen.net

In einer Zeit, wo sich Übergewicht längst zu einer Volkskrankheit entwickelt hat, kochen die Menschen sehr viel bewusster und versuchen, den Einsatz typischer Dickmacher zu vermeiden. Nur: Was fällt unter diese Kategorie? Ernährungswissenschaftler haben ganz unterschiedliche “Schuldige” gefunden, die verantwortlich dafür sein sollen, dass beispielsweise Fast Food oder Süßigkeiten zu Übergewicht führen.So sollen

  • Kohlenhydrate,
  • Zucker,
  • Fette oder auch
  • bestimmte chemische Wirkstoffe

sein, die als typische Dickmacher gelten. Dabei können diese Wirkstoffe auch in scheinbar “gesunden” Lebensmitteln vorkommen. So ergab eine Studie der Universität Bonn, dass auch Fruchtsäfte zu den Dickmachern zählen. Allerdings: Entscheidend ist, “wie” konsumiert wird.

Der Ansatz von Montignac

Ein erster umfassender Ansatz, der bis heute breite Zustimmung findet, stammt von Michel Montignac. Der Franzose rät weder von Fetten, noch Eiweißen oder Kohlenhydraten ab. Stattdessen teilt er sie in “gut” und “schlecht”.

Letzteres trifft immer dann zu, wenn der Wirkstoff dazu dient, den Blutzuckerspiegel zu steigern. Verantwortlich dafür ist der Stärkegrad in den einzelnen Stoffen, der über den Glykämischen Index ermittelt wird. Je mehr Stärke, desto schlechter ist das Nahrungsmittel, denn ein hoher Blutzuckerspiegel führt zu Hypoglykämie, das dem Körper vorgaukelt, es herrsche Nahrungsmittel-Mangel und ihn deshalb zwingt, Fettreserven zu speichern.

Dickmacher sind also all die Lebensmittel, die den Insulinspiegel rasch erhöhen und somit zur Bildung von Hypoglykämie beitragen.

Welche Lebensmittel sind Dickmacher?

Aus diesen Erläuterungen kann man relativ einfach eine Einkaufsliste erstellen, von welcher die typischen Dickmacher gestrichen sind. Diese sind laut Montignac

  • Produkte basierend auf Zucker, sowie
  • die “schlechten” Kohlenhydrate in geschältem Reis,
  • Kartoffeln (extrem hoher Stärkegrad) und
  • allen Produkte, die auf Weißmehl basieren.

Ebenfalls verzichten sollte man demnach auch auf gekochte Karotten, denn die eigentlich guten Kohlenhydrate würden sich durch den Vorgang in schlechte verwandeln. Auch Bier steht auf der Liste, das durch die in ihm enthaltene Maltose einen sehr hohen Stärkegrad aufweist.

Konsequenzen: Das Wechselspiel zwischen Fetten und Kohlenhydraten

Das, was als Dickmacher gilt, ist also relativ. Eine ausgewogene Ernährung ist noch immer der beste Ansatz. Spezielle Diätnahrung ist nur nötig bei starkem Übergewicht. Wer sich zum allergrößten Teil von guten Kohlenhydraten ernährt, kann auch Fette zu sich nehmen, weil diese keine Chance haben, gespeichert zu werden. Wer hingegen nur schlechte Kohlenhydrate konsumiert, muss auf Fette verzichten. Die Gefahr tritt erst dann auf, wenn beide Quellen vermischt werden.

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