Wir zeigen Ihnen wie Sie ein Steak richtig zubereiten – In wenigen Schritten zum perfekten Genuss

Gepostet auf 5. Februar 2015 by Team kochen-lernen.net

Durchgebraten, Medium oder Blutig – die Zubereitung eines Steaks wird von vielen Hobbyköchen als eine der Königsdisziplinen in der Küche gehandelt. Tatsächlich ist die Zubereitung einfacher als gedacht, sodass selbst Anfänger mit den folgenden Hinweisen zur Steak-Zubereitung in der Lage sind, mit ein paar Handgriffen ein leckeres Gericht auf den Teller zu zaubern.

Steakarten im Überblick – Genuss nach Ihrem Geschmack

Steakfleisch ist ein echtes Allroundtalent unter den Fleischgerichten und kann in zahlreichen Varianten serviert werden. Diese werden aus unterschiedlichen Körperregionen des Rindes gewonnen. Zu den Klassikern gehören:

    • T-Bone – das deftige Steak: Diese Variante stammt aus dem Rostbeef des Rindes und wird in 600 bis 700 Gramm schweren Scheiben serviert. Das Fleisch wird von einem t-förmigen Knochen durchzogen. Viele Liebhaber der deftigen Küche schätzen den intensiven Geschmack und die faserige Struktur.
    • Hüftsteak – das zarte Steak: Die zwei bis drei Zentimeter dicken Stücke werden aus der Hüfte des Rindes geschnitten. Mit dem leichten Geschmack und der mageren Konsistenz ist es ideal für alle, die auf ihre schlanke Linie achten möchten. Die Scheiben wiegen zwischen 200 bis 300 Gramm.
    • Rumpsteak – das geschmacksintensive Steak: Das 200 bis 400 Gramm schwere Rumpsteak wird aus der Hüfte oder dem Rostbeef geschnitten und verfügt über einen hohen Fettanteil. Dadurch ist die Konsistenz relativ fest und der Geschmack intensiv.
    • Rib-Eye-Steak – das kräftige Steak : Diese Variante ist auch unter dem Namen Entrecôte bekannt. Die 200 bis 550 Gramm schweren Stücke werden aus der Hochrippe gewonnen und sind von einem Fettkern, auch Fettauge genannt, durchzogen. Der Geschmack ist noch kräftiger als beim T-Bone Steak.

So bereiten Sie Ihr Steak richtig in der Pfanne zu – Zarter Genuss statt Schuhsohle

Steakfleisch kann in zahlreichen Varianten von blutig bis durchgebraten serviert werden. Zum Braten eignen sich Pfannen aus Gusseisen am besten. Diese speichern die Wärmer schneller als andere Pfannenarten und geben die Hitze gleichmäßig und intensiv an das Fleisch ab. Dadurch schließen sich die Poren des Steaks besonders schnell, sodass kein Bratensaft austritt. Die Zartheit des Fleisches bleibt hierdurch erhalten.

Diese Ratschläge verleihen Ihrem Steak das i-Tüpfelchen:

      • 1. Tauen Sie gefrorene Steaks nicht in der Mikrowelle auf, sondern langsam über Nacht im Kühlschrank.
      • 2. Nehmen Sie das Steak circa 30 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank. Dadurch wird das Fleisch zarter.
      • 3. Klopfen Sie das Steak leicht mit der flachen Seite des Fleischklopfers. Das macht die Konsistenz weicher.

Verwenden Sie ausschließlich hoch erhitzbare Fette wie Butterschmalz oder raffiniertes Öl, beispielsweise italienisches Olivenöl, zum Anbraten. Kaltgepresste Öle verbrennen bei hohen Temperaturen und verleihen Ihrem Steak einen leicht bitteren Geschmack.

Generell gilt:

      • Würzen Sie das Fleisch erst nach dem Braten. Insbesondere Pfeffer verbrennt in der Pfanne und gibt dem Fleisch ein bitteres Aroma.
      • Stechen Sie beim Wenden nicht mit einer spitzen Gabel in das Steak, da das Fleisch sonst Flüssigkeit verliert und trocken wird.

Mittels Drucktest prüfen Sie, ob der gewünschte Gargrad erreicht wurde:

      • Blutig: Das Fleisch ist sehr elastisch.
      • Medium: das Fleisch gibt etwas nach.
      • Durchgebraten: Das Fleisch ist fest und gibt nicht mehr nach.

Die Bratdauer hängt von der Dicke des Fleisches und der gewünschten Garstufe ab. Pro cm Fleisch benötigen Sie circa 1 Minute pro Seite.

Das Steak durchgebraten genießen

Das durchgebratene Steak, auch Well done genannt, verfügt über eine durchschnittliche Innentemperatur von 75 Grad und ist innen wie außen komplett gegart. Pro Seite sind empfehlenswert:

      • Hüftsteak: 3,5 bis 4 Minuten
      • T-Bone Steak: 4,5 bis 5 Minuten
      • Rib-Eye: 6 Minuten

Das Steak medium braten – Innen saftig, außen kross

Medium ist die beliebteste Garstufe. Das Fleisch ist im Inneren leicht rosa, außen gut angebraten und innen saftig. Folgende Garzeiten sind bei starker Hitze pro Seite ideal:

      • Hüftsteak: 2,5 bis 3 Minuten
      • T-Bone Steak: 3,5 bis 4 Minuten
      • Rib-Eye: 3 Minuten

Das Steak blutig servieren

Das blutige Steak ist innen roh, besonders saftig und außen leicht gebraten. Für diese Variante ist folgende Bratdauer empfehlenswert:

      • Hüftsteak: 1 bis 2 Minuten
      • T-Bone Steak: 2,5 bis 3 Minuten
      • Rib-Eye: 1,5 Minute

Video: Steak richtig braten

Erfahren Sie in diesem Video, wie Metzgermeister Harald Kiesinger das perfekte Steak zubereitet:

Das Steak im Backofen ruhen lassen – Schonend zum saftigen Genuss

Viele Steakliebhaber lassen das Steak nach dem Braten im Ofen bei niedriger Temperatur ruhen. Ideal sind 150 Grad Umluft. Ein echtes Geschmackserlebnis erhalten Sie, wenn Sie das Steak entsprechend der Garstufe zwischen 5 und 10 Minuten im Backofen nachgaren lassen. Mit dieser Methode genießen Sie folgende Vorteile:

      • Das Fleisch wird zarter.
      • Der Bratensaft geht nicht verloren und kann für eine schmackhafte Steaksoße genutzt werden.

Alternativ können Sie ihr Steak auf einem Grill zubereiten. Frisch vom Holzkohlegrill schmeckt das Fleisch besonders rauchig und ist der Renner auf jeder Gartenparty. Mit der passenden Soße schmeckt das Steak noch besser. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Freude bei der Zubereitung und einen guten Appetit.

Weiterführende Informationen:
Steakzuschnitte im Überblick – http://www.meingrilltest.de/grilltipps/steak-arten-steak-zuschnitte-ueberblick/907
Italienisches Olivenöl zum Braten von Steaks – www.andronaco-shop.de
Steaks richtig marinieren – http://rindfleisch.com/steak-marinaden-auf-die-richtige-wurze-kommt-es-an

Was andere sagen

  1. Lina 11. März 2016 um 17:07

    Wie schade, dass dies der letzte Beitrag auf der Website ist!
    Dabei sind die Tipps so hilfreich. Bevor ich mich an mein erstes Steak mache, werde ich diese Ratschläge gut beherzigen – nun bin ich sehr froh, dass ich nicht sofort ein Rezept aus dem Kochbuch nachgekocht habe.

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